Lithium-Akkus: Unsichtbare Brandgefahr
Lithium-Ionen-Akkus und -Batterien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch diese praktischen Energiespeicher bergen eine erhebliche Brandgefahr, besonders bei unsachgemäßer Entsorgung. Lithium-Akkus und -Batterien dürfen niemals im Restmüll, in der Gelben Tonne oder dem Papiermüll landen!
Warum sind falsch entsorgte Akkus so gefährlich?
Im Müllwagen oder in der Sortieranlage werden Akkus durch den Pressvorgang oder Quetschen mechanisch beschädigt. Dies kann einen inneren Kurzschluss auslösen.
Eine Beschädigung oder ein Kurzschluss führt zum sogenannten “Thermal Runaway” – einer chemischen Kettenreaktion, bei der sich die Zelle stark erhitzt und Feuer fängt. Die Flammen sind explosionsartig und können Temperaturen von über 1000 °C erreichen.
Ein brennender Akku entzündet schnell den umgebenden Müll. Die Folge: Ein Müllwagenbrand oder ein Großbrand in einer Sortieranlage.
Die sichere Entsorgung
Verantwortungsvolles Handeln bei der Entsorgung von Altbatterien und Akkus kann die Brandgefahr minimieren. Altbatterien und Lithium-Akkus müssen in speziellen Sammelsystemen erfasst werden. Dazu zählen:
Rücknahme im Handel: Vertreiber von Batterien und Akkus sind gesetzlich zur Rücknahme verpflichtet (Supermärkte, Drogerien, Elektronikgeschäfte).
Kommunale Sammelstellen und Wertstoffhöfe.
Vor der Abgabe sollten die Pole der Lithium-Akkus mit einem Klebeband (z. B. Isolierband) abgeklebt werden, um Kurzschlüsse während der Lagerung und des Transports wirksam zu verhindern.
