Herausforderung Vegetationsbrand:
Wie sich Feuerwehren auf heiße Sommer einstellen
Lange Trockenphasen und anhaltende Hitze lassen die Gefahr von Wald- und Wiesenbränden auch in Schleswig-Holstein steigen. Wenn Gras und Unterholz wie Zunder brennen, müssen die Feuerwehren anders vorgehen als bei einem Hausbrand. Statt großer Wassermengen kommt es jetzt vor allem auf Schnelligkeit, Bewegung und gezieltes Handeln an.

Bei Flächenbränden droht das Feuer oft rasch vom Wind weitergetragen zu werden. Die Einsatzkräfte arbeiten sich daher meist von den Seiten her an den Brand heran, um die Ausbreitung einzudämmen. Neben den Einsatzfahrzeugen ist dabei einfache, aber hochwirksame Handarbeit gefragt: Mit speziellen Hacken, Feuerpatschen und Tragerucksäcken voller Löschwasser steigen die Einsatzkräfte direkt in das unwegsame Gelände ein, wo schwere Technik nicht mehr weiterkommt.
Damit die richtigen Handgriffe überall im Land sitzen, setzt Schleswig-Holstein auf ein starkes Schulungskonzept. An der Landesfeuerwehrschule lernen Einsatzkräfte das nötige Rüstzeug für Wald- und Flächenbrände und geben dieses Wissen als Ausbilder direkt an die regionalen Feuerwehren vor Ort weiter. In gemeinsamen Übungen wird das Zusammenspiel im Ernstfall praxisnah geprobt.
Gleichzeitig wird deutlich: Ein wirksamer Schutz gelingt am besten gemeinsam. Die Kampagne kommklar.sh zeigt, wie auch die Bevölkerung mit einfachen Schritten mithelfen kann. Ein gut vorbereiteter Haushalt mit einer eigenen Notfallversorgung für einige Tage entlastet die Einsatzkräfte in Ausnahmesituationen spürbar. Das gibt den Helfern die Freiheit, sich voll und ganz auf das Löschen und Schutzmaßnahmen zu konzentrieren.
