Mädchen und Frauen in der Feuerwehr:

Gemeinsam stark

Mehr als 50.000 Menschen engagieren sich in Schleswig-Holstein ehrenamtlich in der Feuerwehr. Auch hier machen sich der demografische Wandel und die Herausforderungen bei der Nachwuchsgewinnung bemerkbar. Über Jahrzehnte war der Dienst Männern vorbehalten, doch das hat sich stark verändert: Immer mehr Frauen sind dabei. Über 6.200 Feuerwehrfrauen gibt es im Land, allein 2025 kamen rund 200 hinzu. Vor zehn Jahren waren es noch knapp 3.900. Besonders vorbildlich sind die Jugendfeuerwehren: Von rund 10.500 Mitgliedern sind über 3.200 weiblich, eine gute Basis für die Einsatzkräfte von morgen.

Im Kreis Pinneberg sind von 2.794 aktiven Feuerwehrleuten 302 Frauen. Die Feuerwehr Klein-Offenseth-Sparrieshoop, in der bereits 16 Mädchen und Frauen aktiv sind, lud 2025 zu einem Aktionstag für Mädchen und Frauen ein. Dabei konnten die Gäste ihre Fähigkeiten bei verschiedenen Aufgaben, Simulationen und Spielen unter Beweis stellen. Ziel war es, Frauen und Mädchen die Scheu vor der vermeintlichen Männerdomäne zu nehmen und weitere Kameradinnen zu gewinnen. „In vielen Bereichen können Frauen genauso gut mithalten”, so Feuerwehrfrau Susan Hopf aus Brande-Hörnerkirchen.

Wer sich für die Feuerwehr interessiert, aber noch unsicher ist, ob sie dazu passt, ist damit nicht allein. Solche Fragen sind völlig normal. Bei der Feuerwehr gibt es viele verschiedene Aufgaben, und niemand muss von Anfang an alles können, denn gelernt wird gemeinsam im Team. Ein Besuch bei einem Übungsabend genügt, um Fragen zu stellen und die Kameradinnen und Kameraden kennenzulernen. Der erste Schritt ist kleiner, als er scheint.

Wer sich später auch überregional austauschen oder weiterbilden möchte, findet im Verein „Netzwerk Feuerwehrfrauen“ Gleichgesinnte. Er veranstaltet Workshops und einen Kongress, bei dem sich Feuerwehrfrauen aus ganz Deutschland treffen.Denn unterschiedliche Erfahrungen, Fähigkeiten und Sichtweisen machen jedes Team stärker. Die Feuerwehr braucht Mädchen und Frauen, die ihre Stärken einbringen wollen.

Netzwerk Feuerwehrfrauen: Claudia Willems – 1. Vorsitzende (2.v.l.) und Bianca Roman – Stellvertretende Vorsitzende
Landesfeuerwehrverband: Eileen Hoffmann und Mareike Dahms.

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