
Schnelle Hilfe nach Unwetterschäden und Bränden
Die Provinzial Nord Brandkasse und der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein haben ein gemeinsames landesweites Notdachprojekt ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Feuerwehren im Lande besser für den Einsatz bei Extremwetterkatastrophen auszurüsten und einen Beitrag für schnelle Hilfsmaßnahmen bei beschädigten Dächern nach Unwetterschäden und Bränden zu leisten.

SH-Innenministerin Magdalena Finke (Mitte) und Provinzial-Vorstandsmitglied Sabine Krummenerl (6.v.li) stellten das Projekt auf der Messe Interschutz im Sommer vor. Der Landesfeuerwehrverband sorgte für die flächendeckende Verteilung in Schleswig-Holstein.
Die Notdächer sind besonders stabile, UV-beständige Planen, die mit Hilfe von Drehleitern oder Kränen über beschädigte Dächer gezogen werden können. Sie bieten einen temporären Schutz vor Witterungseinflüssen und können über mehrere Wochen hinweg eingesetzt werden – etwa bis eine Fachfirma die eigentliche Reparatur durchführen kann. Die Planen verfügen über eine zentrale Hebe- bzw. Anschlag-Öse sowie mehrere Befestigungspunkte am Rand, wodurch sie sicher geführt und befestigt werden können.
Das Modul umfasst 69 Notdächer und 69 Planen in verschiedenen Größen und bietet genug Möglichkeiten, auch bei einer „großen Lage“ gut reagieren zu können. „Das Notdachprojekt schließt eine Lücke im Bevölkerungsschutz. Unsere Einsatzkräfte stehen häufig vor der Herausforderung, beschädigte Dächer kurzfristig schützen zu können. Mit den neuen Notdächern können wir schnell und professionell weitere Schäden an Gebäuden und Einrichtungen verhindern und Betroffenen die notwendige Sicherheit geben“, sagt Landesbrandmeister Jörg Nero vom Landesfeuerwehrverband SH.
Jeder Kreis, jede Stadt sowie die kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein erhielten je vier Notdächer, die im Ernstfall durch die örtlichen Einsatzkräfte eingesetzt werden können. Die Provinzial investiert 80.000 Euro in die Notdächer für den Einsatz in Schleswig-Holstein.
Text: Heiko Wischer
Foto: Mareike Dahms