Gemeinsam stark im Ernstfall: Die Initiative „KommKlar SH“

Pressekonferenz zum Bundesweiten Warntag am 10.09.2026 
V.l. Benjamin Hussong, Abteilungsleiter Nationale Hilfsorganisation beim DRK-Landesverband Schleswig-Holstein, Landesbrandmeister Jörg Nero, Bildungsministerin SH Dr. Dorit Stenke (CDU) und Innenministerin Magdalena Finke. 

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Unerwartete Krisen wie lang anhaltende Stromausfälle, Unwetterlagen oder Vegetationsbrände stellen die öffentliche Sicherheit vor große Herausforderungen. Um die Bevölkerung Schleswig-Holsteins gezielt auf solche Ernstfälle vorzubereiten, hat das Land die Initiative KommKlar SH ins Leben gerufen. Die Selbstschutz-Kampagne vermittelt praxisnahe Empfehlungen für mehr Eigenvorsorge und stärkt das Bewusstsein für ein funktionierendes Krisenmanagement.

Staatliche Vorsorge und regionale Vernetzung

Das Land Schleswig-Holstein baut im Rahmen der Kampagne auf eine umfassende Kooperation mit Behörden und Einsatzorganisationen. Vor Ort sorgen die kommunalen Stellen und die regionale Feuerwehr für die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur sowie den Schutz der Bürger. Zudem klärt das Land über moderne Warnsysteme wie Cell Broadcast, Sirenen und Radiodurchsagen auf, um im Krisenfall schnelle Informationen zu gewährleisten.

Eigenverantwortung: Der 72-Stunden-Grundsatz

Ein zentrales Ziel der Kampagne ist die Befähigung der Haushalte, mindestens 72 Stunden ohne externe Hilfe auszukommen. Durch eine gezielte Bevorratung entlastet die Bevölkerung die Einsatzkräfte, damit diese sich auf akute Notfälle konzentrieren können.

Zur Vorbereitung empfehlen sich folgende Kernmaßnahmen:

• Lebensmittel und Wasser:
Ausreichend haltbare Nahrungsmittel sowie mindestens zwei Liter Trinkwasser pro Person und Tag.

• Hausapotheke und Hygiene:
Wichtige Medikamente, Erste-Hilfe-Material und Hygieneartikel.

• Energie und Licht:
Kerzen, Taschenlampen, Ersatzbatterien sowie eine geladene Powerbank.

• Information:
Ein kurbel- oder batteriebetriebenes Radio, um Warnmeldungen auch bei Netzausfall zu empfangen.

• Dokumentensicherheit:
Alle wichtigen Unterlagen griffbereit und geschützt bündeln.

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Umfassende Leitfäden sowie die offizielle Checkliste zur Notfallvorsorge stehen beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bereit. Ergänzende Tipps finden sich zudem im ausführlichen BBK-Ratgeber für Notfallvorsorge.

Vorsorge gibt Sicherheit – wer sich rechtzeitig vorbereitet, schützt sich selbst, unterstützt das Umfeld und entlastet die Rettungskräfte.

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